Die Sonne in den Fischen

So ein kleiner Fisch wird besonders dankbar für Ihre Zuwendung und Aufmerksamkeit sein; mehr als jedes anderes Kind braucht er nämlich das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Vielleicht erscheint er Ihnen von Anfang an empfindlicher als ältere Geschwister oder andere gleichaltrige Kinder, und dieser Eindruck täuscht wohl nicht. Denn es ist eindeutig, daß der Fisch das sensibelste aller Zeichen ist und daher Vorkommnisse in seiner Umgebung wahrnehmen kann, die längst nicht jeder mitbekommt. Wenn Sie sich also instinktiv in ganz besonderem Maße bemühen, das in Sie gesetzte Vertrauen des Kleinen nicht zu enttäuschen, liegt das an dessen offensichtlicher Dünnhäutigkeit, die gerade in den Anfangsjahren vorhanden ist. Lärm oder Disharmonie nimmt es sehr schnell wahr und wird darauf mit dem entsprechenden Unbehagen reagieren. In dieser Hinsicht bringt es daher auch gar nichts, dem Fische-Kind beispielsweise Streitereien zu verschweigen: es wird ganz schnell von alleine darauf kommen, daß etwas nicht stimmt. Eine solche Situation kann, gerade wenn Sie im Familienkreis aufkommt, sehr bedrohlich auf sein Sicherheitsbedürfnis wirken, weswegen Sie auch besonders darauf achten sollten, einfühlsame und altersgerechte Erklärungen für Verhaltensweisen, die es erst einmal nicht versteht, abzugeben.

Wahrscheinlich wird es Ihr Sprößling nicht gerade mögen, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, solange die emotionalen Bedürfnisse grundsätzlich befriedigt sind. Richten sich alle Augen auf ihn, wird der kleine Fisch schnell unsicher und weiß dann gar nicht mehr, wie er sich verhalten soll. Grundsätzlich ist er sehr darum bemüht, alle Erwartungen, die an ihn gestellt werden, bestmöglich zu erfüllen, denn er will es ja allen recht machen, um keine Schwierigkeiten zu provozieren. Dabei ist er außerordentlich feinfühlig für Wünsche, die hinsichtlich seines Verhaltens an ihn herangetragen werden; er ahnt sozusagen schon bevor es ausgesprochen wurde, was er zu tun und zu lassen hat. Im Gegenzug erwartet er dann natürlich genauso, daß alle Welt ohne Worte sofort erkennt, wann es ihm mal schlecht geht und was der Grund dafür ist. Er selbst hat vielleicht oft Probleme damit, klar auszudrücken, was er will, so daß es zu einigen Mißverständnissen kommen kann, falls Sie nicht besonders auf Ihr Fische-Kind eingehen. Fühlt es sich mißverstanden, wird es nicht toben, sondern sich eher zurückziehen und schmollen; diese Tendenz, sich bei Problemen in eine Phantasiewelt zurückzuziehen, kann das ganze weitere Leben hin bestehen. Deswegen ist es wichtig, immer wieder klare Aussagen zu fordern. Ihr Kind muß unbedingt lernen, den Mund aufzumachen, falls es etwas stört oder es etwas mitmachen soll, was es eigentlich gar nicht will. Obwohl natürlich jeder Mensch diese Fähigkeit erlernen muß, ist dies bei einem Fisch besonders wichtig, weil er grundsätzlich leicht beeinflußbar ist, was natürlich auch in negativer Hinsicht Auswirkungen haben kann. Achten Sie deshalb gut darauf, wer seine Spielkameraden sind. Ansonsten könnte sich der kleine Fisch Menschen zuwenden, die keinen guten Einfluß auf ihn ausüben; sein Vertrauen kann nämlich grenzenlos sein, wenn er sich erst einmal angenommen fühlt.

Vielleicht fällt es dem Fische-Kind schwerer als anderen Gleichaltrigen, die Tragweite des eigenen Verhaltens zu erkennen, denn mit den Relationen hapert es bei ihm manchmal. Es neigt dazu, in seiner kleinen bunten Traumwelt zu leben, in der sich alle Menschen lieben; in passenden Alter wird es daher lernen müssen, wie sich Konflikte am besten bewältigen lassen. Seiner Tendenz, Probleme einfach zu ignorieren, sollte sanft entgegengewirkt werden: Sie müssen ja nicht gleich Ängste schüren oder schlimme Nachrichten verbreiten, sondern ihm einfach den Mut vermitteln, zu unschönen Dingen Stellung zu nehmen. Gerade mit dem Mut ist das so eine Sache, denn Fische sind gelegentlich als "Feiglinge" verschrien, obwohl sie über sich hinauswachsen und wahre Heldentaten vollbringen können, wenn es um etwas Größeres und Wichtigeres geht, also um etwas, das jedem zugute kommt oder zumindest kommen soll. Sein Idealismus, der sich schon sehr früh zeigen sollte, könnte Sie daher öfters in Erstaunen versetzen.

Dasselbe gilt auch für seine Phantasie: es kann in den schönsten Farben ausmalen, was es sich gerade so ausgedacht hat, und auf Ideen oder Gedanken kommen, mit denen Sie sich noch nie auseinandergesetzt haben. Dabei sollte aus all seinen Worten, Erklärungen oder Fragen ersichtlich sein, daß es grundlegende Sympathie, vielleicht sogar Liebe empfindet für alles, was "Der Liebe Gott" gemacht hat. Es bemüht sich wie kein anderes Kind immer um Verständnis, und hier müssen Sie nur aufpassen, daß es nicht noch Mitleid mit dem Jungen hat, der es gerade böse geärgert oder vielleicht sogar geschlagen hat. Es wird lernen müssen, Grenzen zu setzen, denn ansonsten wird es auch nichts Gutes tun können und selbst zu viele Verwundungen davontragen. Außerdem muß der eigene Wille entwickelt, erkannt und verfolgt werden; oft weiß es gar nicht, was es will oder wie es sich entscheiden soll, und es fällt ihm dann schwer, konsequent zu sein und beispielsweise sich dafür einzusetzen, daß sein Lieblingsspiel mal wieder an der Reihe ist. Möglicherweise fällt es Ihnen selbst manchmal schwer, zu erkennen, was das Kind denn eigentlich will und wie man es zu fassen kriegen kann. Machen Sie ihm also klar, daß man ihm auch später die Entscheidungen nicht abnehmen wird; Sie können ihm ja dabei helfen, Vor- und Nachteile zu sehen und dann abzuwägen.

Wenn sein Bedürfnis nach einer harmonischen und liebevollen Umgebung nicht gestillt wird, dann wird es nicht etwa laut oder bösartig, sondern zieht sich still zurück - und wird sich so schnell nicht wieder zeigen. Es kann richtig verstört auf Streit reagieren, denn es besitzt die Eigenart, sich an allem, was schiefgeht, schuldig zu fühlen, und kann sogar nach einer kleinen Notlüge tagelang mit einem schlechten Gewissen herumlaufen. Hier sollten Sie es unbedingt entlasten und ihm klar machen, daß es mit seinen hohen Ansprüchen zwar im Grunde Recht hat, die Realität aber auch mal anders aussehen kann, solange niemandem etwas Schlimmes getan wird. Das Selbstbewußtsein muß erst entwickelt werden, denn der kleine Fisch ist niemand, der von seinen Fähigkeiten von Beginn an überzeugt ist; eher zweifelt er an seinem Können, obwohl dafür gar kein Grund bestehen mag, und sobald er sich mit anderen Kindern vergleicht, schneidet er selbst sowieso ganz schlecht ab. Sie müssen also nicht mit Lob sparen und können ganz direkt sagen, wo seine Stärken sind.

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